5. Pratyahara YS 2.54 und 2.55

Bild: Onderortel_pixabay
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Das fünfte Glied auf dem achtgliedrigen Pfad (aṣṭanga YS 2.29) zu samādhi ist pratyāhāra, das als Rückzug der Sinne nach innen bezeichnet wird. Damit schließt das zweite Kapitel, sādhana pāda-der Übungsweg. Die folgenden drei Glieder des Pfades stehen im dritten Kapitel vibhūti-pāda, das die Wirkungen des Übens beschreibt. Diese drei letzten Glieder des Yogaweges, die antar anga, die inneren Aspekte von Meditation, sind das Ergebnis der Praxis im zweiten Kapitel.

Während wir also bis zu pratyāhāra noch selbst etwas tun müssen bzw. können, liegen die letzten Schritte- dhāraṇā, dhyāna und samādhi – nicht mehr in unserer Macht. Sie geschehen wenn wir weit genug fortgeschritten sind auf dem Weg. Unser unmittelbarer Einfluss endet mit pratyāhāra. Pratyāhāra ist ein Übergang von außen nach innen, vom Tun (Handlungen- yama / niyama), dem Körper (āsana), dem Atem (prānāyāma) und den Gedanken aufgrund unserer Sinneseindrücke, in unsere innere Welt.


Der Begriff pratyāhāra

Der Sanskrit-Begriff pratyāhāra wird von der Verbwurzel hr (nehmen) abgeleitet und zu hāra abgewandelt. Vorweg stehen die beiden Vorsilben ā (hin, zu, in Richtung) und prati (zurück), Pratyāhāra bedeutet wörtlich also das Zurücknehmen oder Zurückziehen von irgendwas zu etwas hin. https://de.wikipedia.org/wiki/Pratyahara


Pratyāhāra im Yogasutra YS 2.54

svaviṣaya-asaṁprayoge cittasya svarūpā-anukāra-iva indriyāṇāṁ pratyāhāraḥ
स्वविषयासम्प्रयोगे चित्तस्य स्वरूपानुकार इवेन्द्रियाणां प्रत्याहारः

Pratyāhāra ist das Zurückziehen/Zurückkommen der Sinne zum inneren Wesen weg von den äußeren Objekten

Im Yogasutra wird pratyāhāra als ein Prozess beschrieben, bei dem der Geist immer freier von den Sinneseindrücken wird und die Aufmerksamkeit immer mehr nach innen gelenkt wird. An diesem Prozess sind folgende Elemente beteiligt:

1. Die äußere Welt der Objekte

Die äußere Welt, also alle Materie ist Objekt (viṣaya) unserer Wahrnehmung und übt eine Anziehung auf unsere Aufmerksamkeit aus. Es ist für uns lebenswichtig, unsere Umgebung wahrzunehmen, z.B. im Straßenverkehr. Deshalb haben wir, wie viele Lebewesen, Sinnesorgane.

2. Indryā– die Sinnesorgane

Die Sinne, indryā, sind der Ausgangspunkt. Wir nehmen die Welt um uns herum durch unsere Sinnesorgane wahr. Durch das Riechen, Sehen, Hören erfahren wir die gegenwärtige Welt um uns herum, z.B. sehen die Augen die äußeren Objekte oder anders betrachtet: Die Objekte werden durch die Augen gesehen.

sva=Eigene viṣaya= Objekte: Jedes Sinnesorgan hat seine eigenen Objekte (in der Welt), die Augen sehen, die Ohren nehmen Töne wahr, usw.

3. Citta– unser Geist

Diese Wahrnehmungen oder Informationen der Augen werden an das Gehirn übermittelt. Im Gehirn werden diese Informationen verarbeitet und wir werden uns der Objekte bewusst. Aber es ist nicht nur das Gehirn, sondern das Bewusstsein (citta), mit dem wir uns der Objekte gewahr werden. Wenn wir uns der Welt bewusst werden, kommen die verschiedenen Elemente zusammen (saṃprayoga). Das entscheidende ist das Bewusstsein.

Es gibt also die Welt und unseren Geist, der aufmerksam und bewusst ist. Der Zustand unseres Geistes ist dabei sehr wichtig. Während wir schlafen oder wenn unsere Aufmerksamkeit woanders ist, können wir der Welt nicht gewahr werden. Normalerweise wollen wir wissen, was um uns herum geschieht. Aufgrund der Verbindung unseres Geistes mit den Sinnesorganen gibt es in unserem Geist eine Tendenz und manchmal ein starkes Bedürfnis ständig wissen zu wollen, was außen geschieht. Es gibt eine starke Anziehung der und Anhaftung an viele Dinge. Aus biologischer Sicht ist es in vielen Situationen sinnvoll, mit der Aufmerksamkeit in der Welt zu sein.

In vielen Situationen ist es jedoch nicht nötig oder wir wollen es sogar eigentlich nicht. Durch die Verbindung der Sinnesorgane mit dem Bewusstsein wird jedoch unsere Aufmerksamkeit nach außen gezogen. Auf der Matte oder während der Meditation z.B. möchten wir unsere Augen öffnen und schauen, was andere tun oder woher das Geräusch kam.

Was können wir tun um das Wandern des Geistes zu verhindern? Eine ruhige Umgebung ist hilfreich, aber sie ist nicht entscheidend. Es braucht die Entscheidung oder den festen Entschluss von uns, jetzt nicht an dem interessiert zu sein was draußen geschieht. Ich will es jetzt nicht wissen. Warum sollten wir auf der Yogamatte daran interessiert sein, was andere tun? Aber ohne die Entscheidung, nicht wissen zu wollen, was draußen vor sich geht, wird der Geist die Aufmerksamkeit immer wieder nach außen richten.

Entscheidend ist also die Absicht, der innere Entschluss, es nicht wissen zu wollen, nicht zu wandern, sondern fokussiert zu bleiben. Der Geist ist ganz wach, der Welt vollkommen bewusst, aber wir wollen die Aufmerksamkeit nicht auf die äußeren Ereignisse richten. Dann wird diese Welt nicht in uns hinein gelangen und die Sinneseindrücke werden uns nicht ablenken.

Das ist schwierig aber nicht unmöglich. Das ist das, was in diesem sutra gesagt wird:
a-saṃprayoge=Die Sinnesorgane sind in Kontakt mit der Welt, nehmen also wahr, aber der Geist ist nicht damit verbunden. Es ist das Gegenteil von saṃprayoge, dem Zustand, in dem das Bewusstsein mit den Sinnen verbunden und nach außen gerichtet ist, als ob der Geist durch die Augen oder Ohren hinausgeht, um zu sehen oder zu hören, was draußen geschieht. Asaṃprayoge bedeutet, dass dieser Prozess zu einem Ende gekommen ist. Der Geist ist nicht mehr daran interessiert, nach außen zu gehen.

Was geschieht mit den Sinnesorganen und Sinneswahrnehmungen? Sie sind da, aber sie haben nicht mehr die Macht, den Geist zu stören. Wenn der Geist still wird (citta svarụpa) werden die Sinne ebenso still wie der Geist (anukāra iva), so dass selbst in einer lauten Umgebung der ruhige Geist nicht mehr davon gestört wird.

Pratyāhāra ist der innere Entschluss unseres Geistes, nicht herumzuwandern oder abzuschweifen. Der Geist ist nicht mehr an die Sinnesorgane gebunden, sondern frei, seine Aufmerksamkeit dort hinzulenken, wo er möchte.


Pratyāhāra im Yogasutra YS 2.55

tataḥ paramā vaśyata indryānam

Dadurch (tataḥ), durch diesen Prozess, wenn der Geist still wird, kommen alle Sinne (indryānam) in höchstem Maße (paramā vaśyata, wörtlich: höchster Bann) zur Ruhe. Die Sinne kommen unter die Kontrolle des Geistes.

In der Katha Upaniṣad (ca. 5.Jh.v.Chr.) wird der Prozess bildhaft wie folgt beschrieben:

  • Es gibt eine Pferdekutsche deren Besitzer das Selbst ist (also das Bewusstsein, das wir im Yoga erreichen wollen, nicht das Ego)
  • die Kutsche symbolisiert den Körper
  • unser Intellekt ist der Kutscher
  • unser Geist stellt die Zügel dar
  • die Pferde symbolisieren die Sinne.

Wie die Pferde zieht es unsere Sinne mal hierhin, mal dorthin und der Geist muss die Sinne lenken, um sie auf dem Weg zu halten. Pratyāhāra wird hier als Kontrolle der Sinne beschrieben. Wenn alle angemessen verbunden sind erleben wir die Welt.


Pratyāhāra im Kontext des Yogasutra

Warum sollen wir die Aufmerksamkeit nach innen richten? Was finden wir dort?

Nur innen und in der Ruhe finden wir den Bewusstseinszustand von samādhi, die einzige wirkliche Freiheit und das Glück. In der Welt finden wir diese nur vorübergehend, wie wir gerade sehr deutlich erfahren.

Der Weg zu samādhi ist das Thema im Yogasutra. Im zweiten Kapitel wird dieser Übungsweg beschrieben.

Pratyāhāra ist ein wichtiges Element des ganzen Übungsweges. Der Rückzug der Sinne nach innen oder besser: Die Lösung des Geistes von den Sinnesorganen, so dass er nicht mehr auf jeden Eindruck reagieren muss, dient der Vorbereitung der Meditation. Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedanken und Gefühle (YS 1.2). Dazu muss der Geist in der Lage sein, sich nicht ablenken zu lassen. Wenn jedoch ständig Sinneswahrnehmungen den Geist „verführen“, die Aufmerksamkeit immer wieder nach außen zu richten, kann er nicht zur Ruhe kommen. Nicht nur die Sinneswahrnehmungen selbst sondern vielmehr der Prozess der dadurch angestoßen wird, hält den Geist beschäftigt: die Wahrnehmungen einordnen, bewerten, beurteilen, reagieren und die Gefühle und Gedanken, die daraus folgen. Gerade wenn wir uns mit etwas beschäftigen, dass uns lästig oder unangenehm ist oder uns langweilt, reagiert der Geist nur zu gern selbst auf kleinste Ablenkungen. So kann er der Realität ausweichen oder sich mit vermeintlich spannenderen oder wichtigeren Dingen beschäftigen.

In der Meditation, wenn wir einfach nur sitzen oder den Atem beobachten, brauchen wir die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit soweit von den Sinnen abzuziehen und nach innen zurückzukommen, dass der Geist ruhig werden kann. Dann werden auch die Sinne ruhiger, sie wandern nicht mehr umher und lenken den Geist nicht ab.

Dafür muss der Geist vorbereitet und schon in einem beruhigten Zustand sein, denn es gelingt nicht auf Kommando. Wir fassen zwar den Entschluss, die Sinne zurückzuziehen, aber ob es gelingt, hängt von unserem grundsätzlichen inneren Zustand ab. Wir wissen, dass dies schwer möglich ist nach einem Streit oder bei Rückenschmerzen, bei Angst und Sorgen. Die vorherigen Schritte des achtgliedrigen Pfades dienen dazu, in einem guten inneren Zustand zu sein: Die Beziehung zur Umwelt muss bestimmt sein von den yama (1) und unser Umgang mit uns selbst von den niyama (2). Mit den āsana beruhigen, reinigen und stabilisieren wir den Körper und gleichzeitig den Geist (3). Mit prānāyāma beruhigen wir über den Atem die Psyche und den Geist (4).

Mit diesen Schritten reduzieren wir nach und nach die antaraya (YS 1.30/Hindernisse) und kleśa (YS 2.3/Triebe). Denn wenn es uns auch gelingt, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, reicht es nicht aus, um den Geist still werden zu lassen. Wir kennen es von der Meditation, dass dann viele Gedanken auftauchen-Erinnerungen, Vorstellungen oder Fantasien mit Gefühlen, Hoffnungen oder Ängsten verbunden. Sie sind unsere saṃskāra, vergangene, gespeicherte und unerledigte Erfahrungen, die im Alltag durch die Sinneswahrnehmungen verdeckt sind und in der Ruhe zum Vorschein kommen. Auch unsere kleśa (Täuschung, falsche Wahrnehmung, Angst, Gier und Ablehnung) und die antaraya, verschiedene körperliche und psychisch-mentale Störungen, werden bewusst wahrgenommen. Alles was auftaucht wird nicht verdrängt, sondern nach und nach bearbeitet, so dass es nicht mehr stört. Erst dann kann der Geist wirklich ruhig werden. Dieser Prozess kann sehr lange dauern, weil wir im Laufe des Lebens viele saṃskāra angesammelt haben. Die yama und niyama spielen eine wichtige Rolle, um neue kleśa und saṃskāra zu verhindern.

So wird unser innerer Zustand immer stabiler und ruhiger und es fällt dem Geist in diesem Zustand leichter, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken und dort zu bleiben. Vielen Menschen fällt es aktuell schwer, in einen guten ruhigen Zustand für die Meditation zu kommen. Aber dennoch sollten wir es gerade jetzt immer wieder versuchen, denn nur wenn es uns gelingt, dass der Geist sich weigert, herumzuwandern und frei von Ablenkung zu sein, kommen wir in einen meditativen Zustand für die innere Reise.


Was bedeutet pratyāhāra im und für unseren Alltag?

Einerseits wollen wir am Leben teilhaben, etwas erleben, mit anderen in Kontakt sein. Gerade jetzt nach zwei Lockdowns und den gesellschaftlichen Einschränkungen. Das ist auch weiterhin möglich und das Ziel von Yoga ist gerade kein Lockdown, kein Rückzug in eine Höhle oder ein Kloster, keine Flucht vor dem Leben – im Gegenteil will uns Yoga befähigen, das Leben wirklich zu erfahren, frei und glücklich zu sein.

Pratyāhāra ermöglicht uns auch, immer feiner wahrzunehmen, was innerlich und äußerlich geschieht, wenn der Geist nicht ständig abgelenkt, sondern ruhig ist und die Feinheiten nicht von den Sinneseindrücken überlagert werden. Wir fühlen uns nicht mehr getrieben zum immer mehr, höher, schneller, weiter wie in einem Hamsterrad. Die Stimmen im Kopf werden leiser. Dies gibt unserem Leben mehr Tiefe und Sinn.

Andererseits sind uns die äußeren Eindrücke auch zu viel. Manche Menschen tragen Kopfhörer. Es gibt mittlerweile sogenannte noise-cancelling-Kopfhörer, die die Geräusche der Außenwelt abschirmen. Dies ist nicht verwunderlich, denn unsere Sinnesorgane haben sich in einer Umgebung entwickelt, die wesentlich ruhiger und stiller war als für viele Menschen heute. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es kaum Autos, ständige Musikberieselung, Werbetafeln, die uns anzuschreien scheinen.

Zu diesen Umwelteindrücken kommen weitere, denen wir erlauben, auf uns einzuprasseln: Filme, Nachrichten, ständiges Aufploppen von Nachrichten in den verschiedenen elektronischen Medien. Alles zusammen führt zu einer Reizüberflutung. Alles das beschäftigt unseren Geist unentwegt und zwar mit Dingen, die ihn nicht stärken und nähren, sondern Energie kosten. So ist der Wunsch von immer mehr Menschen verständlich, sich zumindest für eine bestimmte Zeit, sei es auf die Matte, in die Natur, in ein Retreat zurückzuziehen um innerlich zur Ruhe kommen zu können. Neben Yoga boomt gerade der „Meditationsmarkt“.

Pratyāhāra kann für uns heute bedeuten, unser Bedürfnis nach Erfahrungen in der Welt mit dem Bedürfnis nach innerer Ruhe wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Indem wir uns von den äußeren Sinneserfahrungen zeitweise zurückziehen, kommen wir zurück zu unserem eigenen Sein und manche Geschehnisse verlieren an Bedeutung und belasten uns weniger. Wir gewinnen Klarheit, Ordnung und Stabilität und zwar dort, wo sie zu finden ist, nämlich innen. Wir müssen nicht mehr verzweifelt und vergeblich draußen suchen.


Übungspraxis von pratyāhāra

Zieht sich unser Bewusstsein im Zustand des Schlafes von der äußeren Welt zurück und wir sind uns z.B. unserer Rollen als Eltern, Freunde, oder der Umgebung, Freude, Leid, Gewinn und Verlust und nicht einmal unserer Selbst bewusst, so bleiben wir im Zustand von pratyāhāra uns aller Dinge bewusst. Die objektive Wahrnehmung zieht sich in beiden Fällen zurück, aber hier bleiben wir wach. Während wir im Schlaf unbewusst sind, bleibt das Bewusstsein in pratyāhāra erhalten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit von den Sinnen nach und nach zu lösen. Wichtig ist, mit einer Praxis von āsana und prānāyāma den Geist schon gesammelt und für pratyāhāra vorbereitet zu haben.

1.Alles in der Umgebung wahrnehmen und nichts damit tun

2.Die Gedanken, die aufkommen, wie den Strom eines Flusses, am Ufer sitzend, vorüberziehen lassen. Wenn wir nichts tun, kommen die saṃskāra an die Oberfläche. Normalerweise schieben wir sie weg, aber das ist nicht gesund, wie es auch nicht gesund ist, z.B. einen Husten zu unterdrücken. Wir beobachten nur, bewerten nicht und es gibt auch nichts zu tun. Diese Übung wird auch antar mouna genannt, die innere Stille.

3.Einen Gegenstand, z.B. eine Kerze oder etwas anderes anschauen, absichtslos und die Aufmerksamkeit dort fokussieren

4.Den Atemstrom oder die Atembewegungen an einem Punkt, z.B. Nase, Bauch beobachten

5.Einen Ton oder ein Mantra wiederholen und die Aufmerksamkeit dort halten

6.Bewusstes Essen oder Trinken: Bewusst alle Geschmacksnuancen oder andere Empfindungen wahrnehmen

7.Im Alltag bewusst unnötige und unwichtige Informationen meiden und den „Datenmüll“ reduzieren oder das Smartphone z.B. drei Stunden ausschalten

8.Fragen: Wer ist es, der dies gerade sieht/hört/riecht/schmeckt/spürt? -und damit die Aufmerksamkeit vom Objekt weg und nach innen nehmen

Die Praxis ist am Anfang schwierig und scheint manchmal aussichtlos. Wir brauchen viel abhyāsa -Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen (YS 1.12/1.13)- und vairāgya -Loslassen (YS 1.12/1.15) von der Vorstellung wann und wie es geschehen soll. Wir können immer wieder nur unsere wandernden Sinne zurückholen bis sie im Laufe der Zeit immer ruhiger werden.


Fazit: Pratyāhāra ist eine nach innen gerichtete Suche, die uns von der Herrschaft der Sinne und von den Anhaftungen und Wünschen befreit. Der Geist ist nicht mehr in ständiger „Alarmbereitschaft“. Dieser Zustand gewinnt mehr an Bedeutung denn je.